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Entstehung der „ganzheitlichen Methodik“

Wie – alles eine Frage des Vorgehens

Die Entstehung der ganzheitlichen Methodik

Das kleine Wörtchen „Wie“ hat es in sich. So haben sich Mitte der 1970er Jahre einige Männer gefragt, wie sie ihr Jahre zuvor erworbenes Wissen über Selbstführung, Selbstoptimierung und erfolgreicher Lebensgestaltung weiterführen können. Dieses Wissen war das Wertvollste in ihrem Leben, das sie weiter anwenden wollten. Es verhalf jedem Einzelnen zu mehr Glück und Erfolg im Leben, beruflich wie privat. Und sie wollten dieses Wissens weder aufgeben noch anderen vorenthalten.

„Sie“ das waren die Männer der ersten Stunde der ganzheitlichen Methodik. Zu diesen gehörten Paul Bulla (1923 – 2009), Horst Hinz, Professor Dr. Wolfgang Klein(1927 – 2007), Paul Lehner, Fritz-Hans Lipka, Walter Michel, Ernst Ring (1934 – 2011) und Bernd und Ludger Weiling. Alle waren in den 50er, 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Anhänger der Großmann-Methode und Mitglieder der Gilde der ordentlichen Meister, kurz GidoM. Gründervater, Ideengeber und Sinnstifter dazu war Dr. Gustav Großmann (1893 – 1973). Er war in Deutschland der erste, der die Idee des rationellen Arbeitens auf den Menschen übertrug. Während es vor rund 100 Jahren wirtschaftlich darum ging, die Maschinen und weitere Ressourcen rationell einzusetzen, übertrug er die Gedanken des effizienten Arbeitens auf das Leben eines Einzelnen. Es ging ihm schon damals nicht nur um den Beruf. Erfolgreich arbeiten funktionierte seiner Ansicht nach dauerhaft nur, wenn auch das Privatleben stimmt und rund läuft.

Grundlage seiner entwickelten Methode des erfolgreichen Lebens war sein Buch „Sich selbst rationalisieren“. Es kam 1927 in erster Auflage auf den Markt und gewann schnell zahlreiche Anhänger. Weitere Auflagen folgten. Noch heute ist das Buch antiquarisch zu kaufen.

Dr. Gustav Großmann bot darin den Lesern seines Buches, seinen Anhängern und Praktikern ein umfassendes Konzept der Selbstführung und Selbstoptimierung an. Großmann hatte als erster in Deutschland ein leicht verständliches System zur Selbstverwirklichung entwickelt. Ziel aller Überlegungen und Planungen war zu vermitteln, wie jeder Einzelne seine Kompetenzen, Möglichkeiten, Wünsche und Ziele so zusammenführen und planen kann, dass jeder sowohl privat als auch beruflich seine Ziele erfolgreich erreichen kann. Ausgangspunkt aller Überlegungen war jeweils das kleine Wörtchen „wie“. In einem sogenannten Wie-Plan legte der Methodiker fest, was genau er erreichen wollte. Im nächsten Schritt wurden dann die dazu erforderlichen Mittel und Maßnahmen überlegt. Der dritte und letzte Schritt bedeutete dann, diese Ideen Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Sogenannte Gilden, Arbeitskreise dieser Methodiker, gründeten sich im ganzen Land. Die Mitglieder der Gilden arbeiteten alle nach der Methode Dr. Gustav Großmanns. Sie war damals einzigartig. Seine Anhänger haben seine Impulse zur Selbstverwirklichung aufgenommen und mit Hilfe dieser Planungstechniken ihr Leben gestaltet. Sie tauschten sich in den Gilden der „ordentlichen Meister“ aus, unterstützten und motivierten sich gegenseitig. Freundschaften entstanden und Geschäftsbeziehungen entwickelten sich.

Dr. Gustav Großmanns Tod änderte alles

Dr. Gustav Großmann starb am 29. Mai 1973 im Alter von 80 Jahren. Wie es mit seiner Methode, seinen Anhängern und den Gilden weitergehen sollte, hatte er selbst nicht geregelt. „Wie geht es weiter mit uns?“ diese große Frage der Gildenmitglieder blieb einige Monate unbeantwortet. Bis dahin war Großmanns Büro in München das Zentrum der „Institution der Großmann-Methodiker Gilden“ gewesen.

Dann wurde bekannt, dass die Verwertungsrechte Dr. Großmanns verkauft worden waren. Der neue Inhaber dieser Rechte entwickelte unabhängig von den Mitgliedern der Großmann-Gilden Ziele, die nicht mit denen der Gildenmitglieder überein stimmten. Ziel der Gründerväter war es, jedem dieses wertvolle Wissen zugänglich zu machen

Als Folge des Verkaufs war zu erwarten, dass die Gildenarbeit nach und nach erlöschen würde. Nach Großmanns Tod organisierten deshalb einige Mitglieder der GidoM ein Treffen in der Nähe von Würzburg. Für die Betroffenen ging es dabei nie um das „ob“ sie überhaupt mit der Methode weiterarbeiteten, sondern auch hier um das „wie“. Ihr Hauptanliegen war: „Wie können wir allein weitermachen?“

Großmann hatte Interessierte ausschließlich per Fernkurs in die Methode eingewiesen. Jetzt wollten einige ein anderes Konzept, es sollten jetzt auch örtliche Seminare angeboten werden. Dieses Konzept schwebte Paul Bulla (1923 – 2009), Horst Hinz, Wolfgang Klein(1927 – 2007), Paul Lehner, Fritz-Hans Lipka, Walter Michel, Ernst Ring (1934 – 2011) und Bernd und Ludger Weiling vor. Gemeinsam haben sie die Unterlagen völlig überarbeitet und der damaligen Zeit angepasst: die „ganzheitliche Methodik“ war damit geboren. Sie haben die Impulse der Großmann-Methode weiterentwickelt, abgerundet und schrittweise zu dem umfassenden System gemacht, das die ganzheitliche Methodik ausmacht. Ralf Goettsch (1918 – 2007), langjähriger Seminaranbieter der ganzheitlichen Methodik und Vorsitzender des ganzheitliche Methodik Vereins, kam hinzu.

Daher war die Gründung einer Dachorganisation und eines Einführungsprogramms in das methodische Arbeiten und Denken erforderlich. Das Resultat der gemeinsamen Beratung war die Gründung der „Institution für das Verwerten von Begabungen“, einem Vorläufer des „ganzheitliche Methodik e.V.“. Die Vereinsarbeit konnte über die vielen Jahre von den Beteiligten nicht aufrecht erhalten werden. Er wurde 2013 aufgelöst.

Die grundlegenden Unterlagen sind nach wie vor aktuell. Sie wurden 2011/2012 nochmals aktualisiert und um wichtige Erkenntnisse erweitert. Pro life-balance bietet diese umfangreichen Unterlagen und das wertvolle Wissen zur Selbstverwirklichung in Workshops und Webinaren an.